Alumni-Reise: Andalusien – Juden, Moslems und Christen. Eine Studienreise auf den Spuren des interreligiösen Zusammenlebens (Ausgebucht)
Orte: Antequera, Córdoba, Sevilla, Granada, Ronda, Málaga
Koordinator: Prof. em. Dr. mult.…
Datum: 6. bis 14. Februar 2027
Orte: Antequera, Córdoba, Sevilla, Granada, Ronda, Málaga
Koordinator: Prof. em. Dr. mult. Mariano Delgado
Reiseleitung: Dagmar Schönig
Andalusien, das Sonnenland im Süden Spaniens, hat eine lange und reiche kulturelle Tradition. Phönizier, Römer und Westgoten haben dort Spuren hinterlassen. Im Mittelalter lebten dort Christen, Juden und Mauren Jahrhunderte lang friedlich zusammen; sie haben sich aber auch gegenseitig bekämpft, so dass das mittelalterliche Zusammenleben schliesslich scheiterte. Aber die drei abrahamitischen Religionen haben die religiös-kulturelle Landschaft Andalusiens nachhaltig geprägt. In Städten wie Granada, Córdoba und Sevilla sind ihre Spuren allgegenwärtig; aber auch die Alltagskultur, die Gastronomie und die Lebensgewohnheiten der Menschen Andalusiens sind davon geprägt. Andalusien gilt daher als das Land der „drei Kulturen“. In Renaissance und Barock hat das Christentum Andalusien nachhaltig beeinflusst: in der Kunst (Kathedralen, Kirchen und Klöster, religiöse Bildhauerei), in der Volksfrömmigkeit (Bruderschaften und Prozessionen) und nicht zuletzt in der Mystik (grosse spanische Mystiker wie Teresa de Ávila, Juan de la Cruz, Juan de Ávila haben in Andalusien gewirkt). In der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Andalusien zu Land der Sehnsucht für europäische und amerikanische Romantiker, die wie etwa Rainer Maria Rilke und Washington Irving nach Ronda und Granada kamen.
Prof. em. Dr. mult. Mariano Delgado: Geboren 1955 in Spanien, seit 2011 auch Schweizer Bürger. Dr. theol. (1985, Innsbruck/A), Dr. phil. (1994, FU-Berlin/D), Habilitation in Fundamentaltheologie (1995, Innsbruck/A), Dr. theol. h.c. (2018, Sankt Augustin/D). Von 1997 bis 2025 Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Fribourg. Seit 2008 Direktor des Instituts für das Studium der Religionen und den interreligiösen Dialog. Seit 2001 leitet er in der Urlaubszeit Studienreisen nach Spanien und Portugal.