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MAS Applied History
Programm Management
Historisches Seminar
Universität Zürich
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CH-8006 Zürich
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Die Weiterbildungsprogramme in Applied History der Universität Zürich leiten dazu an, über den Tellerrand hinauszublicken. Sie erschliessen in praxisnaher Weise die spezifischen strategischen Potentiale der historischen Methode, die generell für die verschiedensten Berufsfelder von praktischem Nutzen sind: in Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Lehre, im Management, im Medien- und im Kulturbetrieb. Das Programm vermittelt ein vertieftes Verständnis aktueller Probleme und Konflikte; es macht mit wesentlichen Aspekten der modernen Geschichtswissenschaft vertraut. Historisches Denken wird als vielfältig einsetzbare, intellektuelle Software vorgeführt.

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Curriculum 2020 - 2022

Curriculum 2019 - 2021

Einführung: Themen, Theorien und Methoden

Das Modul bietet eine grundlegende Einführung in das Handwerk der Geschichtswissenschaft. Die Teilnehmenden sollen in konzentrierter Form mit Techniken der fachwissenschaftlichen Literaturrecherche, Quellenerschliessung und -interpretation vertraut gemacht werden.

Dozenten: lic. phil. Walter Bersorger, Prof. Dr. Melanie Arndt, Dr. Julian Führer, Prof. Dr. Anne Kolb, Prof. Dr. Bern Roeck, Dr. Dominik Streiff Schnetzer, Prof. Dr. Sarah Maria Schober, Prof. Dr. Tobias Straumann

Grosse Geschichtsschreibung II: Neuzeit und Gegenwart

Das Modul bringt einige Beispiele der Spitzenhistoriographie, insbesondere aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Unter den behandelten Autoren sind Klassiker wie Jacob Burckhardt, Leopold von Ranke oder Johan Huizinga.

Dozenten: Prof. Dr. Tobias Straumann, Prof. Dr. Martin Dusinberre, Prof. Dr. Bernd Roeck, Prof. Dr. Claudia Opitz, Prof. Dr. Rudolf Jaun, Dr. Sebastian Brändli, Prof. Dr. Jan-Friedrich Missfelder, Prof. Dr. Lukas Burkart

Geschichte und Politik IV: Soziale Voraussetzungen von Terrorismus, Fundamentalismus und politischen Religionen

Voraussetzungen von Terrorismus und Gewalt in Geschichte und Gegenwart. Das Sozialprofil des Terrors. Anthropologie der Gewalt. Strategien gegen den Terror.

Dozenten: Prof. Dr. Stefan Goertz, Prof. Dr. Dr. med. Andreas Maercker, Prof., Dr. Tobias Straumann, Prof. Dr. Carola Dietze, Prof. Dr. Boris Wilke, Jean-Paul Rouiller, Prof. Dr. Magnus Brechtken, Prof. Dr. Alexander Strassner, Martin A. Senn

Weltperspektiven VI: Atlantik

In der Globalgeschichte erlangt Europa mit der Atlantikexpansion Zugriff auf zwei gigantische Ressourcen: erstens die Kolonien in den Amerikas (später auch Afrika) und zweitens den atlantischen Sklavenhandel. Beides bildete die Basis für Europas Überlegenheit in der Welt bis in das 20. Jahrhundert hinein.

Koordinator: Prof. Dr. Michael Zeuske

School Lissabon und Praia: Der erste afrikanisch-iberische Atlantik und die Erfindung des transatlantischen Sklavenhandels auf den Kapverden

In der School steht der Beginn der so genannten «europäischen Expansion» (1400 –
um 1640) und die Schaffung des Sklaverei-Atlantiks (1400 – 1900) im Zentrum. Lissabon und speziell der frühere Fischer- und Seeleute-Ort Belém waren die europäischen Start­ linien dieser Expansion. Lissabon war zugleich eine Drehscheibe des von Genuesen, Florentinern und Venezianern dominierten Mittelmeer-Atlantik-Nordwesteuropa- Handels. Es ging zunächst um die Kontrolle des Meeresgebietes zwischen dem Süd­ Westen (Algarve) der iberischen Halbinsel und dem Nordwesten Marokkos (des arabischen «Wilden Westens» in Nordafrika) ausserhalb der Meerenge von Gibraltar.

Seit 1415 kam die Besetzung / Eroberung maurischer Städte und Endpunkte des Han­ dels / Goldhandels, die zugleich Sklavenhandelszentren waren, hinzu, verbunden
mit dem Versuch, iberisch­christlich kontrollierte Territorien nach Nordafrika auszu­ dehnen. Seit der Eroberung Konstantinopels durch die islamischen Osmanen kam mehr und mehr die Expansion in das subsaharische Afrika und die Umrundung Afrika auf dem Weg nach Indien (worunter ganz Asien, inklusive China und Japan verstanden wurden) ins Spiel; seit 1493 (Rückkehr Kolumbus) auch in massiver Kon­ kurrenz zu Sevilla in Andalusien / Spanien. An den subsaharischen Küsten Westafrikas konnten die Iberer keinerlei Landeroberungen oder gar Expansionen machen. Sie blieben immer Junior-Partner afrikanischer Eliten, die sie als Transporteure, Militärs oder Priester in ihre Dienste nahmen und meist mit Kriegsgefangenen (cativos) und Versklavten finanzierten. So lernten die Iberer, die Sklaverei in den iberischen König­ reichen vor allem als Haussklaverei von weiblichen Versklavten sowie Hafensklaverei (sowie muslimische Garten-Sklaverei) kannten, neue Formen der Sklaverei als massive Kapitalisierung menschlicher Körper kennen. Die Iberer konnten nur einige unbe­ wohnte Inselgruppen mit Hilfe afrikanischer Versklavter, sephardisch­neuchristlicher Verbannter und ihrer Nachkommen unter ihre Kontrolle bringen. Die wichtigsten waren die Kapverden (vor allem Santiago) und São Tomé (neben den im Wesentlichen spanischen Kanaren). Ribeira Grande auf Santiago (heute: Cidade Velha) wurde zur ersten Sklavenhandelsstadt der europäischen Expansion.

Die Koordination der 8-tägigen Reise nach Lissabon und auf die Kapverden liegt bei Prof. Dr. Michael Zeuske (Senior Research Professor am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies/Universität Bonn), unterstützt von Prof. Dr. Christian Cwik (Zentrum für inter-amerikanische Studien/Universität Graz).

Programm_Modul3.4_Lissabon_Kapverden

Geschichte und Ökonomie I: Die industrielle Revolution und die «grosse Divergenz»

Bis 1800 war der Lebensstandard überall auf der Welt etwa ähnlich. Die meisten Menschen mussten froh sein, wenn sie sich knapp über dem Existenzminimum halten konnten. Dann aber kam es in England und wenig später in Westeuropa und Nordamerika mit der Industrialisierung zu einer wirtschaftlichen Revolution, welche den Lebensstandard enorm abheben sollte. Es begann die Zeit der grossen Divergenz zwischen den westlichen Industriestaaten und allen anderen Weltregionen.

Dozenten: Prof. Dr. Peer Vries, Prof. Dr. Janet Hunter, Prof. Dr. Kent Deng, Prof. Dr. Ewout Frankema, Prof. Dr. Tobias Straumann, Prof. Dr. Branko Milanovic, Prof. Dr. Emma Griffin

Geschichte und Politik V: Massenbewegungen und Revolutionen der Neuzeit

Der Schweizer Bauernkrieg von 1653. Die Französische Revolution 1789. Die Oktoberrevolution 1917. Die Revolutionen von 1989. Die iranische Revolution. The Arab Spring.

Dozenten: Prof. Dr. Francis Cheneval, Prof. Dr. André Frischer, Prof. Dr. Bernd Roeck, Prof. Dr. Andreas Rödder, Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Dr. Rolf Tanner, Dr. Lisa Watanabe, Prof. Dr. Andreas Würgler

Geschichte und Politik II: Aufstieg und Fall der Reiche – Universalhistorische Konzepte

Der Vergleich der Geschichte von Welt- und Grossreichen sollte Kriterien für den Aufstieg und Niedergang grosser staatlicher Organisationen und Imperien zutage fördern, die allgemeinere Geltung beanspruchen dürften. Die Dozierenden werden nur am Rande auf die klassischen universalhistorischen Modellbildungen von Gibbon bis Toynbee und von Spengler bis Huntington eingehen. Vielmehr soll der aktuelle Forschungsstand zur Frage, welche Faktoren zum machtpolitischen «Erfolg» bzw. zum Niedergang geführt haben könnten, resümiert werden.

Dozenten: Dr. Jan-Friedrich Missfelder, Prof. Dr. Daniel Leese, Prof. Dr. Harald Fischer-Tiné, Prof. Dr. Michael Hochgeschwender, Prof. Dr. Herfried Münkler, Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk, Prof. Dr. Maurus Reinkowski

Grosse Geschichtsschreibung I: Antike und Mittelalter

Die grossen Historiker des Altertums und des Mittelalters sind nicht allein deshalb noch immer von Interesse, weil sie in ferne Zeiten und untergegangene Kulturen entführen und weil sie das Fundament unseres Wissens um die Vergangenheit gelegt haben. Die Rekonstruktionen von Handlungszusammenhängen, die ein Herodot, Thucydides oder Tacitus bieten, ihre Sicht des Politischen, nicht zuletzt die Kunst ihrer Darstellung macht die Auseinandersetzung mit ihren Werken zur unverzichtbaren Voraussetzung historischer Bildung.

Geschichte und Kultur II: Die Entstehung des Neuen. Über Paradigmenwechsel und kleinere Innovationen

Für Paradigmenwechsel – erstrangige wissenschaftliche und technologische Um- und Durchbrüche – bedarf es einzelner Grosser wie Galilei oder Einstein ebenso wie bestimmter Umstände. Genies lassen sich nicht beliebig aktivieren, sehr wohl aber Bedingungen schaffen, unter denen die Kleineren, die ihnen vorarbeiten, schaffen und denken können.

Dozenten: Prof. Dr. Bernd Roeck, Prof. Dr. Alexander Bird, Prof. Dr. Floris H. Cohen, Prof. Dr. Joachim Funke, Prof. Dr. Hans Joachim Hinrichsen, Dr. Urs Leu, Prof. Dr. Giorgio Riello

Weltperspektiven III: USA

Das Modul betrachtet über zweieinhalb Jahrhunderte Entwicklungen, Ereignisse, und Besonderheiten in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Von der Revolution und der früheren Republik tastet es sich voran bis in die Zeitgeschichte und wirft Schlaglichter auf stets in veränderlichen Gewand wiederkehrende Themen wie Inklusion und Exklusion, Expansion und Kolonialismus, Religion, Politik, Rolle der Medien und Kultur.

Dozenten: Dr. Torsten Kathke, Prof. Dr. Michael Hochgeschwender, PD Dr. Charlotte Lerg, Prof. Dr. Manfred Berg, Prof. Dr. Britta Waldschmidt-Nelson, Prof. Dr. Axel Schäfer, Dr. Sabrina Mittermeier

Geschichte und Ökonomie VII: Szenarien für das 21. Jahrhundert: Europa, China, USA

Von Allen bedeutsamen historischen Makro-Veränderungen unserer Epoche ist sicher der Wiederaufstieg Asiens der bedeutendste, und damit der (relative) Abstieg des Westens. Wie wird das 21. Jahrhundert insgesamt aussehen? Werden wir die Herausbildung eines neuen Hegemonialsystems erleben, wie das britische im 18. und 19. Jahrhundert und das US-amerikanische nach 1945, oder wird über längere Zeit multipolare Instabilität vorherrschen?

Dozenten: Prof. Dr. Patrick Ziltener, Dr. Monika Gisler, Prof. Dr. Ulrich Menzel, Prof. Dr. Herfried Münkler, Dr. Oliver Stengel

School: Südostasien

Die buddhistischen Gesellschaften von Kambodscha, Thailand und Myanmar bilden einen besonderen Kulturraum, der ganz eigene Formen von Religion, Kunst und Architektur hervorgebracht hat. Die legendären Tempelanlagen von Angkor (Kambodscha) und Pagen (Myanmar) zählen heute zu den bemerkenswertesten Zivilisationsleistungen der Weltgeschichte, während das moderne Thailand mit seiner Hauptstadt Bangkok zu einem globalen Drehkreuz für Handel, Tourismus und Migration geworden ist. Die Winter School führt in die faszinierende Geschichte dieser Länder ein.

Dozenten: Prof. Dr. Sven Trakulhun, Prof. Dr. Michael Aung Thuin, Dr. Dhiravant Na Pombejra, Prof. Dr. Thongchai Winichakul, Dr. Wasana Wongsurawat

Geschichte und Politik II: Aufstieg und Fall der Reiche – Universalhistorische Konzepte

Der Vergleich der Geschichte von Welt- und Grossreich sollte Kriterien für den Aufstieg und Niedergang grosser staatlicher Organisationen und Imperien zutage fördern, die allgemeinere Geltung beanspruchen dürften. Die Dozierenden werden nur am Rande auf die klassischen universalhistorischen Modellbildungen von Gibbon bis Toynbee und von Spengler bis Huntington eingehen. Vielmehr soll der aktuelle Forschungsstand zur Frage, welche Faktoren zum machtpolitischen Erfolg bzw. zum Niedergang geführt haben könnten, resümiert werden.

DozentenProf. Dr. Jan-Friedrich Missfelder, Prof. Dr. Harald Fischer-Tiné, Prof. Dr. Michael Hochgeschwender, Prof. Dr. Herfried Münkler, Prof. Dr. Daniel Leese, Prof. Dr. Friethjof Benjamin Schenk, Prof. Dr. Maurus Reinkowski

Geschichte und Politik I: Das europäische Staatensystem und sein Werden

Die antiken Grundlagen – Die griechische Polis und das Imperium Romanum. Mittelalter – Intensivierung und Verräumlichung von Herrschaft. Das frühneuzeitliche Europa. Staatstheorie – Machiavelli, Bodin, Hobbes. Europa im 19./20. Jahrhundert.

Dozenten: Prof. Dr. Anne Kolb, Prof. Dr. Georg Kohler, Prof. Dr. Jörn Leonhard, Prof. Dr. Bernd Roeck, Prof. Dr. Sebastian Scholz

Geschichte und Ökonomie V: Arbeit, Wissen und Technologie

Seit einigen Jahren wird leidenschaftlich über dir Auswirkungen der Digitalisierung debattiert. Geht uns die Arbeit aus? Werden wir bald durch Roboter ersetzt? Brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen, um eine soziale Verelendung zu verhindern? Das Modul beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen technologischen und kulturellen Entwicklungen und ihren Implikationen für die Arbeitswelt.

Dozenten: Prof. Dr. Tobias Straumann, Dr. Brigitta Bernet, Prof. Dr. David Dorn, Prof. Dr. David Jugerai, Prof. Dr. Christian Koller, Dr. Michael Siegenthaler

Geschichte und Kultur I: Konfliktlagen, Identitätsdiskurse und Transformationen von Religion

Das Modul verknüpft kulturwissenschaftliche und globalhistorische Zugänge mit dem Ziel, durch den Verweis auf geschichtliche Zusammenhänge ein kritisches Verständnis aktueller Veränderung im Bereich der Religion(en) zu ermöglichen.

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Uehlinger, Prof. Dr. Philip Clart, Prof. Dr. Michael Hochgeschwender, Dr. Annemarie Mertens, Prof. Dr. Jörg Stolz, Prof. Dr. Hubert Wolf

School: Israel

Israel ist für Aussenstehende schwierig zu entschlüsseln, denn die Wahrnehmung des Landes ist seit Jahrzehnten durch die westlichen Medien stark politisiert worden. Unabhängige und besonnene Stimmen haben es schwer, sich Gehör zu verschaffen. Im Zentrum der School steht deshalb eine möglichst authentische Begegnung mit einem Land, das von zahlreichen Widersprüchen gekennzeichnet ist und auf eine äusserst komplizierte Vergangenheit zurückblickt. Dank der Zusammenarbeit mit Jair Golan, bis 2017 stellvertretender Generalstabschef der israelischen Armee und seit September 2019 Knesset-Abgeordneter für die linksliberale Partei <<Demokratisches Israel>>, haben wir einen einzigartigen Zugang zu israelischen Schlüsselpersonen aus Wirtschaft, Politik und Kultur, die uns einen direkten Einblick in die Probleme und Chancen des Landes ermöglichen.

Koordinator: Prof. Dr. Tobias Straumann

Geschichte und Ökonomie VI: Probleme der Schweizer Wirtschaftspolitik

Negativzinsen, Skepsis gegenüber der Personenfreizügigkeit, Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III: Die schweizerische Wirtschaftspolitik gibt immer wieder zu heftigen Debatten Anlass. Das Modul greift die drängendsten Fragen der Gegenwart auf und behandelt die verschiedenen Positionen aus einer historischen Perspektive.

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Schaltegger, Prof. Dr. Urs Bircher, Prof. Dr. Monika Butler, Prof. Dr. Bruno S. Frey, Dr. Daniel Lampart, Prof. Dr. Rudolf Minsch

Weltperspektiven I: Ostasien

Die Geburt der Philosophie im antike Griechenland, der Untergang des Römischen Reiches, die Renaissance, die Reformation, die Aufklärung, der Holocaust wurden lange als Bausteine einer reinen europäischen Vergangenheit betrachtet. Aber wie europäisch ist diese Vergangenheit? Das Modul untersucht das Wesen Ost-asiatischer Geschichtsschreibung – vor allem jene Chinas und Japans.

Dozenten: Prof. Dr. Martin Dusinberre, Dr. Birgit Tremmel-Werner, Dr. Oleg Benesch, Prof. Dr. Joachim Kurtz

Weltperspektiven II: Naher Osten

Das Modul greift die Frage nach den aktuellen Entwicklungen von der Arabellion bis zum Zerfall Syriens und Iraks auf, aber ergründet auch, wie das moderne Staatssystem des Nahen Ostens sich als Wirkungsgefüge im 20. Jahrhundert herausgebildet hat.

Dozenten: Prof. Dr. Maurus Reinkowski, Dr. Alp Yenen, Prof. Dr. Thomas Demmelhuber, Prof. Dr. Tim Epkenhans, Prof. Dr. Cilja Harders, Prof. Dr. James Gelvin, Dr. Günter Seifert

Megatrends II: Historische Trendanalyse, Geschichte und Zukunftsforschung

Kann eine Analyse der Vergangenheit Schlüsse auf künftige Entwicklungen ermöglichen?Wo liegen die Chancen einer historischen Prognostik, wo sind ihre Grenzen? Kann man also, wie schon die Antike meinte, aus der Geschichte lernen?

Dozenten: Prof. Dr. Bernd Roeck, Prof. Dr. Alexander Demandt, Dr. Alexander Engel, Prof. Dr. Georg Kohler, Prof. Dr. Daniel Kübler, Prof. Dr. Herfried Münkler, Prof. Dr. Reinold Popp, Prof. Dr. Manfred G. Schmidt

Geschichte und Ökonomie III: Geschichte der Wirtschafts- und Finanzkrisen

Der Wohlstand einer Nation wird durch langfristig wirkende Faktoren bestimmt, etwa durch die Stabilität der politischen Institutionen, das Bildungssystem, das Handelsregime oder die Innovationstätigkeit. Kurzfristig können aber Wirtschaft- und Finanzkrisen enormen wirtschaftlichen Schaden anrichten und grosse politische Verwerfungen auslösen, wie wir es in den letzten Jahren gerade wieder erlebt haben.

Dozenten: Prof. Dr. Tobias Straumann, Dr. Jacob Bjorheim, Prof. Dr. Aymo Brunetti, Dr. Catherine Davies, Prof. Dr. Peter Kugler, Prof. Dr. Werner Plumpe, Dr. Stefan Tobler, Prof. Dr. Stefanie Walter

Megatrends III: Urbanisierung – von der Stadt zur Megacity

Das Modul beschäftigt sich mit dem historischen Phänomen der Urbanisierung. Es werden Strukturen der Stadt in der Antike und im Mittelalter analysiert, die Reaktionen von Städten und Katastrophen in der Neuzeit nachgezeichnet und die Triebkräfte der Stadtentwicklung vom frühen Städtewesen zur Metropolitanregion aufgezeigt.

Dozenten: Prof. Dr. Gerald Schwegler, Prof. Dr. Benedict Boucsein, Dr. Armand Baeriswyl, Prof. Dr. Arndt Brendecke, Dr. Martin Illi, Prof. Dr. Martin Knoll, Prof. Dr. Daniel Kübler, Prof. Dr. Dieter Schott, Hanna Schlössler, PD Dr. Jörg Schwarz, Dipl. Michael Wagner, PD Dr. Marc Winter

Weltperspektiven VII: Russland

Überblick über die Vorgeschichte, Entstehung und Entwicklung des russischen Staates; Russlands Verflechtung mit den anderen Regionen der Welt; das Zarenreich und die Globalisierung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts; Vielvölkerstaat und Weltreich.

Koordination: Prof. Dr. Martin Schulze Wessel

School China: Shanghai, Nanjing, Qufu

Die Summerschool China thematisiert den beeindruckenden wirtschaftlichen Aufstieg Chinas in den vergangenen 40 Jahren sowie die kulturellen Grundlagen, die diesen ermöglichten. Fleiss, Gehorsam, Unterwerfung und Sparsamkeit sind Tugenden, die der Konfuzianismus propagierte, die aber auch den Wirtschaftslenkern in der KPCh und in den Joint Venture-Unternehmen zu- gute kamen und die Investitionen und Wissenstranfer in die Volksrepublik China lukrativ erscheinen liessen.

Im Wirtschaftszentrum Shanghai und in der alten Kaiserstadt Nanjing,
heute ein Zentrum von Industrie und Forschung, werden historische und wirt- schaftliche Stätten besichtigt (Flusspromenade «Bund», das ehemalige Interna- tional Settlement, die ehemalige die Concession française und die Free Trade Zone (FTZ); in Nanjing dann das Grab des ersten Ming-Kaisers (Ming-Xiaoling- Mausoleum) sowie das Mausoleum des Republikgründers Sun Yat-sen. In Qufu – Geburtsort des Konfuzius und Wohnstätte der Kong-Familie mit dem allerersten Konfuzius-Tempel, einer der Ursprungsorte chinesischer Kultur und seit 1994 Weltkulturerbe – wird der Zusammenhang zwischen konfuzianischer Gesell- schaftsordnung und wirtschaftlichem Wohlergehen, zwischen Tradition und Moderne erörtert.

Weitere China-Fachleute werden für Vorträge und Diskussionen vor Ort zugezo- gen. Ziel der Reise ist ein vertieftes Verständnis der kulturellen Voraussetzungen des wirtschaftlichen Erfolgs Chinas, der wichtigsten Etappen seiner wirtschaft- lich-politischen Transformation seit dem Ende des Kaisertums sowie der aktuel- len Herausforderungen der grössten Volkswirtschaft der Welt.

Prof. Dr. Marc Winter: Titularprofessor für Sinologe und Spezialist für die Ge- schichte des Konfuzianismus und für die chinesischen Geschichte und Kulturge- schichte.

Prof. Dr. Patrick Ziltener: Titularprofessor für Soziologie, Lehr- und Forschungs- schwerpunkte in den Bereichen Wirtschafts-, Politik- und Entwicklungssoziolo- gie, Globalisierung/Transnationalisierung, Soziologie der Weltgesellschaft.

Geschichte und Politik III: Demokratie

In der Gegenwart scheint die Demokratie in Europa, den beiden amerikanischen Kontinenten wie auch in Asien immer stärker unter den Druck autoritärer Regime zu geraten. Im Mittelpunkt des Moduls stehen die historische Entwicklung des Prinzips der gleichen Teilhabe an Staat und Gesellschaft, sowie exemplarische Erfahrungen und Konflikte, die sich mit der Demokratie als Theorie und Praxis zwischen Antike, Neuzeit und Zeitgeschichte verbanden. Ohne diese historische Einordnung und Differenzierung kann es kein vertieftes Verständnis der Gefährdung moderner Demokratien oder ihrer möglichen Widerstandsfähigkeit geben. 

Geschichte und Politik VI: Kriegsursachen, Konflikte und Konfliktmanagement

Die Geschichte bietet einen gewaltigen Erfahrungsschatz für die Auseinandersetzung mit dem Problem, warum Kriege und Konflikte ausbrechen (genauer: gemacht werden) und welche Techniken ihre Liquidierung ermöglichen. Auch gibt es keinen gegenwärtigen Krieg oder Konflikt, der ohne Kenntnis der historischen Tiefendimension beurteilt werden kann.

Dozenten: Prof. Dr. Dieter Rudolf, Botschafter Josef Bücher, Dr. Simon Mason, Prof. Dr. Bernd Roeck, Pascal Weber

School: Wien

Vielfach wird klassische Musik als rein kulturelles Phänomen betrachtet und ökonomische Aspekte werden ganz oder teilweise ausgeblendet. Die ökonomische Analyse kann jedoch sehr viel zum Verständnis von Kompositionstätigkeit und Aufführungspraxis beitragen. Warum wurden Komponisten, die vor dem 18. Jahrhundert primär einfache Angestellte von geistlichen und weltlichen Herren waren, selbstständige und vor allem im 19. Jahrhundert sehr erfolgreiche Unternehmer? Wie wird die Aufführungspraxis durch wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen beeinflusst? Welches sind eigentlich die erfolgreichsten Komponisten und wie hat sich die Aufführungspraxis über die Zeit geändert? Die ökonomische Theorie kann einiges zum Verständnis dieser Frage beitragen.

Dozenten: Prof. Dr. Peter Kugler, Prof. Dr. Anselm Gerhard, Peter Risi, Prof. Dr. Peter Tschmuck

Megatrends l: Von der europäischen Expansion zur globalen Gleichzeitigkeit

Clash of Civilisation. Der kurze und lange Kolonialismus. Globalisierung und Weltsystem.

Dozenten: Prof. Dr. Sven Trakulhun, Prof. Dr. John Darwin, Dr. Felicia Gottmann, Prof. Dr. Corinne Pernet, Prof. Dr. Claudia Schnurmann, Prof. Dr. Peer Vries, Prof. Dr. Hermann Wellenreuther

Geschichte und Politik IV: Die Schweiz in Europa: Alte Erzählungen und neue Forschungen

Wer sich mit der Geschichte der Schweiz befasst, darf sich nicht damit begnügen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse den historischen Mythen gegenüberzustellen, sondern muss beides kennen: die alten Erzählungen und die neuen Forschungen. Denn die alten Geschichten sind nach wie vor wirkungsmächtig, und die neuen Forschungen sind nur auf dem Hintergrund der alten Erzählungen verständlich. Überblicksvorlesungen zu den grossen Themen der Schweizer Geschichte und den grossen Schweizer Erzählungen werden kombiniert mit Exkursionen, die einen direkten Einblick in neue Forschungsprojekte gewähren.

Dozenten: Prof. Dr. Tobias Straumann, Dr. Beat Gnädiger, Prof. Dr. Caspar Hirschi, Prof. Dr. Kristina Schulz, Prof. Dr. Simon Teuscher

Megatrends IV: Klima und Umwelt: Von der kleinen Eiszeit zur globalen Erwärmung

In dem Modul wird ein Überblick zur Umweltgeschichte der letzten eintausend Jahre gegeben. In dieser Zeit veränderte sich das Leben der Menschen von Grund auf. Neue Systeme der Landnutzung wurden etabliert, Ressourcen wurden knapper, die Umwelt wurde geschädigt, das Klima veränderte sich. Die Industriealisierung führte ebenso zu tiefgreifenden Veränderungen des menschlichen Lebens wie die Entwicklung in ländlichen Räumen.

Dozenten: Prof. Dr. Hansjörg Küster, Prof. Dr. Nils Büttner, Prof. Dr. Richard Pott, Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, Prof. Dr. Bernd Roeck

Geschichte und Ökonomie IV: Unternehmensgeschichte: Konzepte, Wendepunkte, Fallbeispiele

Unternehmen sind, wie die Menschen, im Kern geschichtliche Wesen. Es gibt gewisse, meist im Anfangsstadium der Entwicklung erworbene Eigenschaften, die eine starke Identität verleihen, zugleich aber den Raum des Möglichen begrenzen. Die Macht der Tradition ist so stark, dass Veränderungen immer mit grossen Risiken verbunden sind. Manchmal gelingt es, in der Krise das Steuer herumzureissen und der Organisation einen neuen Schwung zu verschaffen, manchmal scheitern Unternehmer und Manager, weil sie kulturelle Fragen vernachlässigen.

Dozenten: Dr. Roman Wild, Prof. Dr. Hartmut Berghoff, Prof. Dr. Alexis Schwarzenbach

Geschichte und Ökonomie II: Von Aristoteles bis Bernanke: Geschichte des ökonomischen Denkens

Die Wirtschaftsgeschichte wird nicht nur von materiellen Interessen und Kräften getrieben, sondern auch von Ideen und Weltbildern. Der britische Ökonom John Maynard Keynes schrieb gar in seinem Hauptwerk: Die Gedanken der Ökonomen und Staatsphilosophen sind einflussreicher, als gemeinhin angenommen wird, sowohl wenn sie im Recht, als auch im Unrecht sind. In Wirklichkeit wird die Welt durch wenig anderes beherrscht als durch sie. Für ein Verständnis der Gegenwart ist deshalb die Kenntnis der wichtigsten ökonomischen Lehrmeinungen unerlässlich.

Curriculum 2020 - 2022

Einführung: Themen, Theorien und Methoden

Das Modul bietet eine grundlegende Einführung in das Handwerk der Geschichtswissenschaft. Die Teilnehmenden sollen in konzentrierter Form mit Techniken der fachwissenschaftlichen Literaturrecherche, Quellenerschliessung und -interpretation vertraut gemacht werden.

Dozenten: lic. phil. Walter Bersorger, Prof. Dr. Melanie Arndt, Dr. Julian Führer, Prof. Dr. Anne Kolb, Prof. Dr. Bern Roeck, Dr. Dominik Streiff Schnetzer, Prof. Dr. Sarah Maria Schober, Prof. Dr. Tobias Straumann

Grosse Geschichtsschreibung II: Neuzeit und Gegenwart

Das Modul bringt einige Beispiele der Spitzenhistoriographie, insbesondere aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Unter den behandelten Autoren sind Klassiker wie Jacob Burckhardt, Leopold von Ranke oder Johan Huizinga.

Dozenten: Prof. Dr. Tobias Straumann, Prof. Dr. Martin Dusinberre, Prof. Dr. Bernd Roeck, Prof. Dr. Claudia Opitz, Prof. Dr. Rudolf Jaun, Dr. Sebastian Brändli, Prof. Dr. Jan-Friedrich Missfelder, Prof. Dr. Lukas Burkart

Geschichte und Politik IV: Soziale Voraussetzungen von Terrorismus, Fundamentalismus und politischen Religionen

Voraussetzungen von Terrorismus und Gewalt in Geschichte und Gegenwart. Das Sozialprofil des Terrors. Anthropologie der Gewalt. Strategien gegen den Terror.

Dozenten: Prof. Dr. Stefan Goertz, Prof. Dr. Dr. med. Andreas Maercker, Prof., Dr. Tobias Straumann, Prof. Dr. Carola Dietze, Prof. Dr. Boris Wilke, Jean-Paul Rouiller, Prof. Dr. Magnus Brechtken, Prof. Dr. Alexander Strassner, Martin A. Senn

Weltperspektiven VI: Atlantik

In der Globalgeschichte erlangt Europa mit der Atlantikexpansion Zugriff auf zwei gigantische Ressourcen: erstens die Kolonien in den Amerikas (später auch Afrika) und zweitens den atlantischen Sklavenhandel. Beides bildete die Basis für Europas Überlegenheit in der Welt bis in das 20. Jahrhundert hinein.

Koordinator: Prof. Dr. Michael Zeuske

School Lissabon und Praia: Der erste afrikanisch-iberische Atlantik und die Erfindung des transatlantischen Sklavenhandels auf den Kapverden

In der School steht der Beginn der so genannten «europäischen Expansion» (1400 –
um 1640) und die Schaffung des Sklaverei-Atlantiks (1400 – 1900) im Zentrum. Lissabon und speziell der frühere Fischer- und Seeleute-Ort Belém waren die europäischen Start­ linien dieser Expansion. Lissabon war zugleich eine Drehscheibe des von Genuesen, Florentinern und Venezianern dominierten Mittelmeer-Atlantik-Nordwesteuropa- Handels. Es ging zunächst um die Kontrolle des Meeresgebietes zwischen dem Süd­ Westen (Algarve) der iberischen Halbinsel und dem Nordwesten Marokkos (des arabischen «Wilden Westens» in Nordafrika) ausserhalb der Meerenge von Gibraltar.

Seit 1415 kam die Besetzung / Eroberung maurischer Städte und Endpunkte des Han­ dels / Goldhandels, die zugleich Sklavenhandelszentren waren, hinzu, verbunden
mit dem Versuch, iberisch­christlich kontrollierte Territorien nach Nordafrika auszu­ dehnen. Seit der Eroberung Konstantinopels durch die islamischen Osmanen kam mehr und mehr die Expansion in das subsaharische Afrika und die Umrundung Afrika auf dem Weg nach Indien (worunter ganz Asien, inklusive China und Japan verstanden wurden) ins Spiel; seit 1493 (Rückkehr Kolumbus) auch in massiver Kon­ kurrenz zu Sevilla in Andalusien / Spanien. An den subsaharischen Küsten Westafrikas konnten die Iberer keinerlei Landeroberungen oder gar Expansionen machen. Sie blieben immer Junior-Partner afrikanischer Eliten, die sie als Transporteure, Militärs oder Priester in ihre Dienste nahmen und meist mit Kriegsgefangenen (cativos) und Versklavten finanzierten. So lernten die Iberer, die Sklaverei in den iberischen König­ reichen vor allem als Haussklaverei von weiblichen Versklavten sowie Hafensklaverei (sowie muslimische Garten-Sklaverei) kannten, neue Formen der Sklaverei als massive Kapitalisierung menschlicher Körper kennen. Die Iberer konnten nur einige unbe­ wohnte Inselgruppen mit Hilfe afrikanischer Versklavter, sephardisch­neuchristlicher Verbannter und ihrer Nachkommen unter ihre Kontrolle bringen. Die wichtigsten waren die Kapverden (vor allem Santiago) und São Tomé (neben den im Wesentlichen spanischen Kanaren). Ribeira Grande auf Santiago (heute: Cidade Velha) wurde zur ersten Sklavenhandelsstadt der europäischen Expansion.

Die Koordination der 8-tägigen Reise nach Lissabon und auf die Kapverden liegt bei Prof. Dr. Michael Zeuske (Senior Research Professor am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies/Universität Bonn), unterstützt von Prof. Dr. Christian Cwik (Zentrum für inter-amerikanische Studien/Universität Graz).

Programm_Modul3.4_Lissabon_Kapverden

Geschichte und Ökonomie I: Die industrielle Revolution und die «grosse Divergenz»

Bis 1800 war der Lebensstandard überall auf der Welt etwa ähnlich. Die meisten Menschen mussten froh sein, wenn sie sich knapp über dem Existenzminimum halten konnten. Dann aber kam es in England und wenig später in Westeuropa und Nordamerika mit der Industrialisierung zu einer wirtschaftlichen Revolution, welche den Lebensstandard enorm abheben sollte. Es begann die Zeit der grossen Divergenz zwischen den westlichen Industriestaaten und allen anderen Weltregionen.

Dozenten: Prof. Dr. Peer Vries, Prof. Dr. Janet Hunter, Prof. Dr. Kent Deng, Prof. Dr. Ewout Frankema, Prof. Dr. Tobias Straumann, Prof. Dr. Branko Milanovic, Prof. Dr. Emma Griffin

Geschichte und Politik V: Massenbewegungen und Revolutionen der Neuzeit

Der Schweizer Bauernkrieg von 1653. Die Französische Revolution 1789. Die Oktoberrevolution 1917. Die Revolutionen von 1989. Die iranische Revolution. The Arab Spring.

Dozenten: Prof. Dr. Francis Cheneval, Prof. Dr. André Frischer, Prof. Dr. Bernd Roeck, Prof. Dr. Andreas Rödder, Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Dr. Rolf Tanner, Dr. Lisa Watanabe, Prof. Dr. Andreas Würgler

Geschichte und Politik II: Aufstieg und Fall der Reiche – Universalhistorische Konzepte

Der Vergleich der Geschichte von Welt- und Grossreichen sollte Kriterien für den Aufstieg und Niedergang grosser staatlicher Organisationen und Imperien zutage fördern, die allgemeinere Geltung beanspruchen dürften. Die Dozierenden werden nur am Rande auf die klassischen universalhistorischen Modellbildungen von Gibbon bis Toynbee und von Spengler bis Huntington eingehen. Vielmehr soll der aktuelle Forschungsstand zur Frage, welche Faktoren zum machtpolitischen «Erfolg» bzw. zum Niedergang geführt haben könnten, resümiert werden.

Dozenten: Dr. Jan-Friedrich Missfelder, Prof. Dr. Daniel Leese, Prof. Dr. Harald Fischer-Tiné, Prof. Dr. Michael Hochgeschwender, Prof. Dr. Herfried Münkler, Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk, Prof. Dr. Maurus Reinkowski

Megatrends l: Von der europäischen Expansion zur globalen Gleichzeitigkeit

Clash of Civilisation. Der kurze und lange Kolonialismus. Globalisierung und Weltsystem.

Dozenten: Prof. Dr. Sven Trakulhun, Prof. Dr. John Darwin, Dr. Felicia Gottmann, Prof. Dr. Corinne Pernet, Prof. Dr. Claudia Schnurmann, Prof. Dr. Peer Vries, Prof. Dr. Hermann Wellenreuther

Geschichte und Ökonomie II: Von Aristoteles bis Bernanke: Geschichte des ökonomischen Denkens

Die Wirtschaftsgeschichte wird nicht nur von materiellen Interessen und Kräften getrieben, sondern auch von Ideen und Weltbildern. Der britische Ökonom John Maynard Keynes schrieb gar in seinem Hauptwerk: Die Gedanken der Ökonomen und Staatsphilosophen sind einflussreicher, als gemeinhin angenommen wird, sowohl wenn sie im Recht, als auch im Unrecht sind. In Wirklichkeit wird die Welt durch wenig anderes beherrscht als durch sie. Für ein Verständnis der Gegenwart ist deshalb die Kenntnis der wichtigsten ökonomischen Lehrmeinungen unerlässlich.

Megatrends II: Historische Trendanalyse, Geschichte und Zukunftsforschung

Kann eine Analyse der Vergangenheit Schlüsse auf künftige Entwicklungen ermöglichen?Wo liegen die Chancen einer historischen Prognostik, wo sind ihre Grenzen? Kann man also, wie schon die Antike meinte, aus der Geschichte lernen?

Dozenten: Prof. Dr. Bernd Roeck, Prof. Dr. Alexander Demandt, Dr. Alexander Engel, Prof. Dr. Georg Kohler, Prof. Dr. Daniel Kübler, Prof. Dr. Herfried Münkler, Prof. Dr. Reinold Popp, Prof. Dr. Manfred G. Schmidt

Geschichte und Ökonomie III: Geschichte der Wirtschafts- und Finanzkrisen

Der Wohlstand einer Nation wird durch langfristig wirkende Faktoren bestimmt, etwa durch die Stabilität der politischen Institutionen, das Bildungssystem, das Handelsregime oder die Innovationstätigkeit. Kurzfristig können aber Wirtschaft- und Finanzkrisen enormen wirtschaftlichen Schaden anrichten und grosse politische Verwerfungen auslösen, wie wir es in den letzten Jahren gerade wieder erlebt haben.

Dozenten: Prof. Dr. Tobias Straumann, Dr. Jacob Bjorheim, Prof. Dr. Aymo Brunetti, Dr. Catherine Davies, Prof. Dr. Peter Kugler, Prof. Dr. Werner Plumpe, Dr. Stefan Tobler, Prof. Dr. Stefanie Walter

Megatrends III: Urbanisierung – von der Stadt zur Megacity

Das Modul beschäftigt sich mit dem historischen Phänomen der Urbanisierung. Es werden Strukturen der Stadt in der Antike und im Mittelalter analysiert, die Reaktionen von Städten und Katastrophen in der Neuzeit nachgezeichnet und die Triebkräfte der Stadtentwicklung vom frühen Städtewesen zur Metropolitanregion aufgezeigt.

Dozenten: Prof. Dr. Gerald Schwegler, Prof. Dr. Benedict Boucsein, Dr. Armand Baeriswyl, Prof. Dr. Arndt Brendecke, Dr. Martin Illi, Prof. Dr. Martin Knoll, Prof. Dr. Daniel Kübler, Prof. Dr. Dieter Schott, Hanna Schlössler, PD Dr. Jörg Schwarz, Dipl. Michael Wagner, PD Dr. Marc Winter

Weltperspektiven VII: Russland

Überblick über die Vorgeschichte, Entstehung und Entwicklung des russischen Staates; Russlands Verflechtung mit den anderen Regionen der Welt; das Zarenreich und die Globalisierung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts; Vielvölkerstaat und Weltreich.

Koordination: Prof. Dr. Martin Schulze Wessel

School China: Shanghai, Nanjing, Qufu

Die Summerschool China thematisiert den beeindruckenden wirtschaftlichen Aufstieg Chinas in den vergangenen 40 Jahren sowie die kulturellen Grundlagen, die diesen ermöglichten. Fleiss, Gehorsam, Unterwerfung und Sparsamkeit sind Tugenden, die der Konfuzianismus propagierte, die aber auch den Wirtschaftslenkern in der KPCh und in den Joint Venture-Unternehmen zu- gute kamen und die Investitionen und Wissenstranfer in die Volksrepublik China lukrativ erscheinen liessen.

Im Wirtschaftszentrum Shanghai und in der alten Kaiserstadt Nanjing,
heute ein Zentrum von Industrie und Forschung, werden historische und wirt- schaftliche Stätten besichtigt (Flusspromenade «Bund», das ehemalige Interna- tional Settlement, die ehemalige die Concession française und die Free Trade Zone (FTZ); in Nanjing dann das Grab des ersten Ming-Kaisers (Ming-Xiaoling- Mausoleum) sowie das Mausoleum des Republikgründers Sun Yat-sen. In Qufu – Geburtsort des Konfuzius und Wohnstätte der Kong-Familie mit dem allerersten Konfuzius-Tempel, einer der Ursprungsorte chinesischer Kultur und seit 1994 Weltkulturerbe – wird der Zusammenhang zwischen konfuzianischer Gesell- schaftsordnung und wirtschaftlichem Wohlergehen, zwischen Tradition und Moderne erörtert.

Weitere China-Fachleute werden für Vorträge und Diskussionen vor Ort zugezo- gen. Ziel der Reise ist ein vertieftes Verständnis der kulturellen Voraussetzungen des wirtschaftlichen Erfolgs Chinas, der wichtigsten Etappen seiner wirtschaft- lich-politischen Transformation seit dem Ende des Kaisertums sowie der aktuel- len Herausforderungen der grössten Volkswirtschaft der Welt.

Prof. Dr. Marc Winter: Titularprofessor für Sinologe und Spezialist für die Ge- schichte des Konfuzianismus und für die chinesischen Geschichte und Kulturge- schichte.

Prof. Dr. Patrick Ziltener: Titularprofessor für Soziologie, Lehr- und Forschungs- schwerpunkte in den Bereichen Wirtschafts-, Politik- und Entwicklungssoziolo- gie, Globalisierung/Transnationalisierung, Soziologie der Weltgesellschaft.

Geschichte und Politik VI: Kriegsursachen, Konflikte und Konfliktmanagement

Die Geschichte bietet einen gewaltigen Erfahrungsschatz für die Auseinandersetzung mit dem Problem, warum Kriege und Konflikte ausbrechen (genauer: gemacht werden) und welche Techniken ihre Liquidierung ermöglichen. Auch gibt es keinen gegenwärtigen Krieg oder Konflikt, der ohne Kenntnis der historischen Tiefendimension beurteilt werden kann.

Dozenten: Prof. Dr. Dieter Rudolf, Botschafter Josef Bücher, Dr. Simon Mason, Prof. Dr. Bernd Roeck, Pascal Weber

School: Wien

Vielfach wird klassische Musik als rein kulturelles Phänomen betrachtet und ökonomische Aspekte werden ganz oder teilweise ausgeblendet. Die ökonomische Analyse kann jedoch sehr viel zum Verständnis von Kompositionstätigkeit und Aufführungspraxis beitragen. Warum wurden Komponisten, die vor dem 18. Jahrhundert primär einfache Angestellte von geistlichen und weltlichen Herren waren, selbstständige und vor allem im 19. Jahrhundert sehr erfolgreiche Unternehmer? Wie wird die Aufführungspraxis durch wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen beeinflusst? Welches sind eigentlich die erfolgreichsten Komponisten und wie hat sich die Aufführungspraxis über die Zeit geändert? Die ökonomische Theorie kann einiges zum Verständnis dieser Frage beitragen.

Dozenten: Prof. Dr. Peter Kugler, Prof. Dr. Anselm Gerhard, Peter Risi, Prof. Dr. Peter Tschmuck

Megatrends IV: Klima und Umwelt: Von der kleinen Eiszeit zur globalen Erwärmung

In dem Modul wird ein Überblick zur Umweltgeschichte der letzten eintausend Jahre gegeben. In dieser Zeit veränderte sich das Leben der Menschen von Grund auf. Neue Systeme der Landnutzung wurden etabliert, Ressourcen wurden knapper, die Umwelt wurde geschädigt, das Klima veränderte sich. Die Industriealisierung führte ebenso zu tiefgreifenden Veränderungen des menschlichen Lebens wie die Entwicklung in ländlichen Räumen.

Dozenten: Prof. Dr. Hansjörg Küster, Prof. Dr. Nils Büttner, Prof. Dr. Richard Pott, Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, Prof. Dr. Bernd Roeck

Geschichte und Ökonomie IV: Unternehmensgeschichte: Konzepte, Wendepunkte, Fallbeispiele

Unternehmen sind, wie die Menschen, im Kern geschichtliche Wesen. Es gibt gewisse, meist im Anfangsstadium der Entwicklung erworbene Eigenschaften, die eine starke Identität verleihen, zugleich aber den Raum des Möglichen begrenzen. Die Macht der Tradition ist so stark, dass Veränderungen immer mit grossen Risiken verbunden sind. Manchmal gelingt es, in der Krise das Steuer herumzureissen und der Organisation einen neuen Schwung zu verschaffen, manchmal scheitern Unternehmer und Manager, weil sie kulturelle Fragen vernachlässigen.

Dozenten: Dr. Roman Wild, Prof. Dr. Hartmut Berghoff, Prof. Dr. Alexis Schwarzenbach

Grosse Geschichtsschreibung l

Die grossen Historiker des Altertums und des Mittelalters sind nicht allein deshalb noch immer von Interesse, weil sie in ferne Zeiten und untergegangene Kulturen «entführen» und weil sie das Fundament unseres Wissens um die Vergangenheit gelegt haben. Die Rekonstruktionen von Handlungszusammenhängen, die ein Herodot, Thukydides oder Tacitus bieten, ihre Sicht des Politischen, nicht zuletzt die Kunst ihrer Darstellung macht die Auseinandersetzung mit ihren Werken zur unverzichtbaren Voraussetzung historischer Bildung.

Dozenten: Prof. Dr. Anne Kolb, Prof. Dr. Enno Rudolph, Prof. Dr. Sebastian Schmidt-Hofner, Prof. Dr. Sebastian Scholz, Prof. Dr. Achatz von Müller

Transatlantische Beziehungen: Europa und die USA

Europa hat ein höchst ungeklärtes Verhältnis zu Amerika. Es ist Vorbild und Bedrohung, gilt als Land der unbegrenzten Möglichkeiten und geschichtslos naive Neuschöpfung, wird verkörpert von hinterwäldlerischen Cowboys und Ikonen der Moderne, wie Wolkenkratzern und Hollywood. Kaum eine «Kultur» ist in Europa seit dem 19. Jahrhundert so widersprüchlich besetzt, so geliebt und so gehasst, wie die US-Amerikanische Kultur.

Koordination: Dr. Torsten Kathke

Museen der Welt, Teil 2: London

Die Studientage in London führen in die einzigartige Museumsland-schaft Londons ein und machen mit zentralen Institutionen der historischen und kunsthistorischen Forschung bekannt. Im Verlauf von Begegnungen mit Kuratorinnen und Kuratoren diskutieren wir Strategien der Präsentation und der Sammlungspolitik, konservatorische Fragen und die Herausforderungen, die sich dem „klassischen“ Museum im Zeitalter der Digitalisierung stellen. Zugleich werden Objekte von Weltrang vorgestellt. Dabei werden wir uns schwerpunktmässig mit der Malerei der Renaissance und des Barock auseinandersetzen, daneben, mit der Sammlung des Wellcome Institute for the History of Medicine, auch eine Einrichtung kennenlernen, die Präsentationen von Kunstwerken mit Objekten, die zugleich Geschichtsquellen sind, verbindet.

Zentral ist stets die Frage, welche genuin historischen Erkenntnisse die Bilder vermitteln. Bei einem Besuch in der Residenz Windsor Castle, wo sich die weltweit bedeutendste Sammlung von Zeichnungen Leonardos befindet, werden u. a. Probleme, die sich bei der musealen Nutzung erstrangiger Baudenkmäler stellen, besprochen. Die museale Landschaft Londons ist überreich. Der Bogen erstreckt sich von der Präsentation altorientalischer Kulturen und berühmten Werken der Antike – man denke an die Elgin Marbles des British Museum – über Kunsthandwerk bis zur Kunst der Renaissance (u. a. Leonardo da Vinci), des 19. Jahrhunderts und der Moderne (Tate Gallery, Tate Modern). Das alles lässt sich während weniger Studientage auch nicht annähernd vollständig erschliessen.

Koordination: Prof. Dr. Bernd Roeck

Programm_London

Diktatoren und Diktaturen. Anatomien «totaler» Macht

Der Ansatz des Moduls ist analytisch-vergleichend. Wir fragen, wie Diktaturen entstehen konnten, welcher Machttechniken sie sich bedienten und wie sie untergingen. Auf die Auseinandersetzung mit theoretischen Perspektiven auf totalitäre Regime und Diktaturen folgt die Diskussion von Fallbeispielen. Dabei werden Machtsysteme ebenso thematisiert wie die Psychologie des Diktators und die Mechanismen, die «Unterdrückte» zu Kollaborateuren machen.

Dozenten: Prof. Dr. Tobias Straumann, Prof. Dr. Johannes Hürter, Dr. Götz Aly, Prof. Dr. Tim Epkenhans, Prof. Dr. Herfried Münkler, Prof. Dr. Kerem Öktem, Prof. Dr. Jeronim Perovic, Prof. Dr. Martin Sabrow, Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer

Geschichte und Politik ll: Aufstieg und Fall der Reiche – Universalhistorische Konzepte 27./28. März 2020

Der Vergleich der Geschichte von Welt- und Grossreichen sollte Kriterien für den Aufstieg und Niedergang grosser staatlicher Organisationen und Imperien zutage fördern, die allgemeinere Geltung beanspruchen dürften. Die Dozierenden werden nur am Rande auf die klassischen universalhistorischen Modellbildungen von Gibbon bis Toynbee und von Spengler bis Huntington eingehen. Vielmehr soll der aktuelle Forschungsstand zur Frage, welche Faktoren zum machtpolitischen «Erfolg» bzw. zum Niedergang geführt haben könnten, resümiert werden.
Dozenten: Dr. Jan-Friedrich Missfelder, Prof. Dr. Daniel Leese, Prof. Dr. Harald Fischer-Tiné, Prof. Dr. Michael Hochgeschwender, Prof. Dr. Herfried Münkler, Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk, Prof. Dr. Maurus Reinkowski

Geschichte und Ökonomie II: Krisen und Wendepunkte der Wirtschaftsgeschichte

Wirtschaftliches Wachstum verläuft nie kontinuierlich, sondern wird immer wieder schockartig unterbrochen, wie die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise demonstriert hat. Das Modul beschäftigt sich mit den grossen Brüchen und Wendepunkten der Wirtschaftsgeschichte wie dem Untergang des Römischen Reiches, der Pest des 14. Jahrhunderts, den Finanz- und Wirtschaftskrisen seit dem 17. Jahrhundert, den langen Kriegsperioden der Moderne und dem Untergang von Grosskonzernen.

Dozenten: Prof. Dr. Tobias Straumann, Prof. Dr. Ulrich Menzel, Prof. Dr. Peter Kugler, Prof. Dr. Patrick Ziltener

Summerschool Florenz: Der andere Blick. Die Renaissance-Metropole mit Burckhardts Augen

Die Summerschool betrachtet Florenz mit den Augen Jacob Burckhardts, des Autors der «Cultur der Renaissance in Italien» (1860) und des «Cicerone» (1855). Mit Hilfe dieser Bücher und Burckhardts reicher Korrespondenz werden wir zu rekonstruieren versuchen, welche Masstäbe das 19. Jahrhundert für seine Beurteilung alter Kunst zur Verfügung hatte. Im Anschluss an die Summerschool in Florenz bieten wir ein 4tägiges Zusatzprogramm: Der geheimnisvolle Meister. Piero della Francesca und seine Auftraggeber (Stationen: Arezzo, Monterchi/Anghiari, Sansepolcro, Urbania, Urbino, San Leo/Rimini)
Koordinator: Prof. Dr. Bernd Roeck

Einführungs- und Theoriemodul

Das Modul bietet eine grundlegende Einführung in das Handwerk der Geschichtswissenschaft. Die Teilnehmenden sollen in konzentrierter Form mit Techniken der fachwissenschaftlichen Literaturrecherche, Quellenerschliessung und -interpretation vertraut gemacht werden.

Dozenten: lic. phil. Walter Bersorger, PD Dr. Melanie Arndt, Dr. Julian Führer, Prof. Dr. Anne Kolb, Prof. Dr. Bernd Roeck, Dr. Dominik Schnetzer, Eva Seemann M.A.

Alte und neue Seidenstrassen in Zentralasien: Kontinentale Verbindung und geo-politische Perspektiven.

Die Seidenstrasse steht als Symbol nicht nur für die einst bedeutende Position Zentralasiens in der Weltgeschichte, sondern auch für transkontinentale Handelswege und kulturellen Austausch. Im Rahmen einer Reise entlang der alten und neuen Seidenstrasse werden in dieser Summerschool Aspekte dieser Entwicklungen beleuchtet und mit lokalen wie internationalen Experten diskutiert.

Dozierende: Prof. Dr. Peter Finke, Dr. Meltem Sancak, Dr. Agnieszka Joniak-Lüthi, Dr. Murat Laumulin, Prof. Dr. Bayasakh Jamsran, Dr. Batbuyan Batjav, Dr. Bayram Balci, Prof. Dr. Näbizhan Mukhametkhanuly

Programm_Zentralasien

Geschichte und Politik I: Das europäische Staatensystem und sein Werden

Die antiken Grundlagen – Die griechische Polis und das Imperium Romanum.
Mittelalter – Intensivierung und Verräumlichung von Herrschaft. Das frühneuzeitliche Europa. Staatstheorie – Machiavelli, Bodin, Hobbes. Europa im 19. / 20. Jahrhundert.

Dozenten: Prof. Dr. Anne Kolb, Prof. Dr. Georg Kohler, Prof. Dr. Jörn Leonhard, Prof. Dr. Bernd Roeck, Prof. Dr. Sebastian Scholz

Geschichte und Religion: Historisch vergleich­ende Blicke auf Konflikt­lagen, Identitäts­diskurse und ­­­Transformationen von Religion

Das Modul verknüpft kulturwissenschaftliche und globalhistorische Zugänge mit dem
Ziel, durch den Verweis auf geschichtliche Zusammenhänge ein kritisches Verständnis
aktueller Veränderungen im Bereich der Religion(en) zu ermöglichen.

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Uehlinger, Prof. Dr. Philip Clart, Dr. Annemarie Mertens,
Prof. Dr. Maurus Reinkowski, Prof. Dr. Dorothea Weltecke, Prof. Dr. Hubert Wolf

Geschichte und Ökonomie I: Reichtum und Armut der Nationen

Die heutige Weltwirtschaft ist nach wie vor durch grosse Wohlstandsunterschiede gekenn­zeichnet. In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara schwankt das Einkommen pro Kopf zwischen 500 und 4000 Dollar, in reichen Länder wie Deutschland und der Schweiz beträgt es rund 50’000 Dollar. Diese frappanten Unterschiede lassen sich nur erklären, wenn man die langfristigen Entwicklungen versteht. Das Modul behandelt deshalb die Wirtschafts­geschichte der verschiedenen Kontinente und führt in die neusten Forschungskontroversen ein.

Dozenten: Prof. Dr. Tobias Straumann, Prof. Dr. Peter Kugler, Prof. Dr. Mark Spoerer, Prof. Dr. Peer Vries

Geschichte und Medien: Wie die Geschichte zu den Menschen kommt

Geschichte vorgeführt. Geschichte ausgestellt. Geschichte lesen.

Dozenten: Prof. Dr. Bernd Roeck, Dr. Urs Hafner, Dr. Stefanie Hölscher, Dr. Tanja Kinkel, lic. ès. sc. pol. Stephan Klapproth, PD Dr. Wolfgang Meighörner, Martin Papirowski, lic. phil. Denise Tonella

Weltperspektiven V: Amerika: Land des Widerspruchs. Die Vereinigten Staaten von Amerika von der Gründung bis in die Gegenwart.

Das Modul betrachtet über zweieinhalb Jahrhunderte Entwicklungen, Ereignisse, und Besonderheiten in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Von der Revolution und der frühen Republik tastet es sich voran bis in die Zeitgeschichte und wirft Schlaglichter auf stets in veränderlichem Gewand wiederkehrende Themen wie Inklusion und Exklusion, Expansion und Kolonialismus, Religion, Politik, Rolle der Medien und Kultur.

Dozenten: Dr. Torsten Kathke, Prof. Dr. Manfred Berg, Prof. Dr. Michael Hochgeschwender, Dr. Charlotte A. Lerg, Dr. Anja-Maria Bassimir, Dr. Sabrina Mittermeier, Prof. Dr. Britta Waldschmidt-Nelson, Dr. Jana Weiss

Programm_Modul1.8

Geschichte des Alters. Mythen, Daten und Kunstwerke

Das Alter(n)sthema ist von Vorurteilen und Plattitüden geprägt. Das Modul wird bei- spielsweise diskutieren, ob in der Geschichte Männer und Frauen schon ab 50 Jahren als «alt» angesehen wurden und ob Langlebigkeit ein rares Phänomen war? Themen werden die Veränderungen des Respekts vor Älteren sein, der Wandel der sozialen Teilhabe Älterer und ikonographische Bezüge und Transitionen. Das hohe Alter galt in der Geschichte zwar als seltene Ausnahme, wurde aber häufiger thematisiert als man meinen könnte. Die Vorträge werden die Vielfalt von Alternsprozessen beleuchten und Möglichkeitsräume offenlegen, die für das heutige Altern unausgeschöpft sind.

Dozenten: Prof. Dr. Dr. Andreas Maercker, Prof. Dr. Hartwin Brandt, Prof. Dr. Henriette Herwig, Prof. Dr. Robert Jütte, Prof. Dr. Andreas Kruse, Dr. Malte Völk, Prof. Dr. Andrea von Hülsen-Esch, Prof. Dr. Beate Wagner-Hase

Programm_Modul1.9

Curriculum 2019 - 2021